Nehmen Sie sich eine Minute Zeit, erkennen Sie Betrugsmaschen und schützen Sie Ihr Erspartes!
Zwischen Benachrichtigungen und „dringenden“ Anrufen ist es leicht, in die Falle zu tappen. Betrugsversuche per SMS, Chat oder „äußerst dringenden“ Anrufen nehmen immer mehr zu: Kriminelle geben sich als vertrauenswürdige Personen aus, nutzen unser Vertrauen und drängen uns zu sofortigem Handeln. Wenn Angst uns dazu bringt, in einem Augenblick zu entscheiden, haben die Betrüger gewonnen: So führen Dringlichkeit und Druck dazu, dass wir klicken, teilen oder Dinge tun, die wir nicht tun sollten.
Warnsignale und die derzeit gängigsten Methoden digitaler Betrugsversuche:
Versand von SMS oder E-Mails, die den offiziellen Mitteilungen der Bank oder anderer vertrauenswürdiger Stellen ähneln und dazu verleiten, auf schädliche Links zu klicken, um sensible Daten einzugeben oder Schadsoftware auf dem Gerät zu installieren.
Telefonanrufe, bei denen sich der Betrüger als Bankmitarbeiter, Polizeibeamter oder andere Person ausgibt, um vertrauliche Informationen (Codes, Passwörter, Handynummer, Kontonummern) zu erhalten – oft wird die Rufnummer gefälscht, teilweise werden sogar aufgezeichnete Anrufe gestartet.
Häufig werden diese Elemente kombiniert: Der Betrüger erzeugt Dringlichkeit und lässt Nummern und Absender offiziell erscheinen. Durch glaubwürdige Details (Filiale, Namen von Mitarbeitenden) gewinnt er Vertrauen und fordert Codes und Passwörter an oder weist das Opfer an, eine Echtzeitüberweisung „zur Sicherung“ seines Kontoguthabens vorzunehmen.
Das Ergebnis ist die Entwendung von Zugangsdaten und/oder die sofortige und unwiderrufliche Überweisung von Geld auf fremde Konten.
Eine wahre Geschichte, die jedem passieren kann:
Paul, ein versierter IT-Spezialist, aber gestresst von Nachrichten über Online-Betrug und einem vollen Tag mit Meetings, erhält eine SMS, die scheinbar von der Bank stammt:
„Sparkasse – Ihr Konto ist mit einem neuen Gerät verknüpft. Falls dies nicht von Ihnen veranlasst wurde, blockieren Sie es hier.“
Der Druck der Dringlichkeit verleitet ihn, auf den Fallen-Link zu klicken und das Formular auszufüllen. Kurz darauf ruft ihn ein falscher Sparkasse-Mitarbeiter an, scheinbar von der Nummer seiner Sparkasse-Filiale, und erklärt, es gebe einen laufenden Betrug bei der Bank. Er fordert zusätzliche Codes an. Erst dann erkennt Paul den Betrug: Seine Zugangsdaten sind in falsche Hände geraten.
Was können Sie tun, um sich zu schützen? 4 einfache Schritte:
Nicht auf Links klicken, die per SMS oder Chat gesendet werden und nach Zugangsdaten, Codes oder Bank- und persönlichen Daten fragen.
Keine OTP-Codes, Passwörter oder Daten per Telefon/SMS weitergeben. Am Telefon fragen wir von der Sparkasse nie danach, und Nummern können gefälscht sein – vertrauen Sie nicht allein dem, was auf dem Display erscheint.
Immer überprüfen: Wenn Sie Zweifel haben, beenden Sie das Gespräch und kontaktieren Sie die Bank nur über offizielle Kanäle (Website oder Filiale). Auch eine Nummer, die wie „von der Filiale“ aussieht, kann gefälscht sein. Die einzige sichere Methode ist, selbst aufzulegen und die offiziellen Nummern eigenständig zu wählen.
Geräte schützen: Halten Sie System und Antivirus aktuell, aktivieren Sie die Mehr-Faktor-Authentifizierung, wo verfügbar, und geben Sie keine Fernsteuerung Ihres Geräts (PC/Tablet/Smartphone) an Dritte.
Merken Sie sich:
Wenn Sie die Sparkasse telefonisch kontaktieren, werden Sie die Sparkasse-Mitarbeiter/-innen niemals nach Zugangspasswörtern und/oder OTP-Codes fragen, um Zugriff oder Transaktionen im Internetbanking zu autorisieren. Unsere Mitarbeiter/-innen fordern Sie auch niemals auf, Zahlungen vorzunehmen, um Buchungen rückgängig zu machen, oder sich in die Filiale zu begeben, um eine dringende Überweisung durchzuführen – möglicherweise nach Aufforderung, Ihre Limits für Überweisungen zu erhöhen. Mit einer Echtzeitüberweisung erfolgt die Gutschrift des Geldes innerhalb von zehn Sekunden auf das Konto des Zahlungsempfängers, rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, und sie ist unwiderruflich; diese Eigenschaft macht sie für Betrüger besonders attraktiv, die auf Schnelligkeit setzen, um Gelder zu stehlen, bevor das Opfer den Betrug bemerkt.
Besser eine Minute mehr in gewissenhafte Kontrolle investieren, als das Risiko einzugehen, Ihre Ersparnisse zu verlieren!