Ein dringender Anruf, eine SMS, die auf ein Problem mit Ihrem Konto hinweist, oder eine Nachricht, die scheinbar von einer vertrauenswürdigen Stelle stammt. Oft beginnt Identitätsdiebstahl mit einem scheinbar glaubwürdigen Kontakt, der darauf abzielt, Sie zu schnellem Handeln zu drängen.
Betrüger können vorgeben, Mitarbeiter einer Bank, der Post, der Polizei oder anderer öffentlicher Einrichtungen zu sein. Das Ziel ist es, Sie dazu zu bringen, persönliche Informationen, Bilder von Dokumenten oder Zugangsdaten preiszugeben.
Wie Betrüger an Ihre Daten gelangen
Die Anfragen können per Anruf, SMS, E-Mail oder Chat erfolgen und alarmierende Formulierungen enthalten wie:
„Wir haben ein Problem mit Ihrem Konto festgestellt“;
„Eine sofortige Überprüfung ist erforderlich“;
„Ihr Passwort ist abgelaufen“;
„Ihre Krankenversicherungskarte muss aktualisiert werden“;
„Senden Sie eine Kopie des Dokuments, um Ihre Identität zu bestätigen“.
Der dringliche Ton soll die Zeit verkürzen, die Ihnen zum Nachdenken und zur Überprüfung des Absenders bleibt.
Es geht nicht nur um Passwörter
Um eine falsche Identität zu erstellen, können bereits Daten ausreichen, die für sich genommen unwichtig erscheinen.
Zu den am häufigsten gesuchten Informationen gehören:
Vorname, Nachname und Geburtsdatum;
Adresse und Kontaktdaten;
Steuernummer;
Fotos oder Kopien von Dokumenten;
Selfies, die für Identifizierungsverfahren verwendet werden;
Zugangsdaten für das Online-Banking;
PIN, Passwörter und OTP-Codes.
Sobald diese Daten gesammelt sind, können sie kombiniert und dazu verwendet werden, Konten zu eröffnen, Dienste abzuschließen oder Transaktionen in Ihrem Namen durchzuführen.
Das Risiko des „Strohmanns“
Der Schaden besteht nicht unbedingt in einer sofortigen Belastung Ihres Kontos. Kriminelle können Ihre Identität als „Strohmann“ nutzen, beispielsweise um Gelder aus illegalen Quellen zu transferieren oder andere betrügerische Aktivitäten durchzuführen.
Möglicherweise bemerken Sie den Identitätsdiebstahl daher erst zu einem späteren Zeitpunkt, wenn Sie Mitteilungen zu Transaktionen erhalten, die Sie nie getätigt haben.
Die goldenen Regeln der Sparkasse für Ihre Sicherheit unterwegs
Geben Sie Daten nur weiter, wenn es notwendig ist: Bevor Sie Dokumente, Selfies oder persönliche Informationen versenden, vergewissern Sie sich der Identität des Empfängers und des Grundes für die Anfrage.
Brechen Sie verdächtige Kontakte ab: Lassen Sie sich nicht von der Dringlichkeit unter Druck setzen. Beenden Sie das Telefonat oder das Gespräch und überprüfen Sie die Anfrage über die offiziellen Kanäle der betreffenden Institution.
Geben Sie keine Zugangsdaten und Codes weiter: Passwörter, PINs und OTP-Codes sind persönlich und dürfen nicht per Telefon, SMS oder E-Mail weitergegeben werden.
Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge: Achten Sie auf Mitteilungen, Verträge, Transaktionen oder Anfragen, die Ihnen unbekannt sind.
Benachrichtigen Sie sofort die Bank: Wenn Sie glauben, dass Sie Daten zu Ihrem Online-Banking weitergegeben haben, wenden Sie sich unverzüglich an die Sparkasse und nutzen Sie dabei ausschließlich die offiziellen Kontaktdaten.