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Jemand hört mit: So schützen Sie sich vor Man-in-the-Middle-Angriffen

Bei einer Online-Kommunikation kann sich ein Cyberkrimineller zwischen Sie und den von Ihnen genutzten Dienst schalten. Ohne dass dies sichtbar ist, kann er Daten abfangen, Zugangsdaten stehlen oder die ausgetauschten Informationen verändern.

Diese Art von Angriff wird als „Man-in-the-Middle“ bezeichnet, wörtlich „Mann in der Mitte“. Das Opfer glaubt, direkt mit einer Website, einer App oder einem anderen Gesprächspartner zu kommunizieren, während der Datenverkehr tatsächlich über den Angreifer läuft.

So funktioniert ein Man-in-the-Middle-Angriff

Sobald sich der Kriminelle in die Kommunikation eingeschaltet hat, kann er:

  • Daten und Nachrichten lesen;

  • Benutzernamen und Passwörter erfassen;

  • persönliche Informationen stehlen;

  • den Inhalt der Kommunikation verändern;

  • Sie auf gefälschte Seiten umleiten;

  • Daten zu Transaktionen und Zahlungen abfangen.

Der Angriff ist möglicherweise schwer zu erkennen, da die Website oder der Dienst weiterhin normal erscheinen kann.

Wo das Risiko am größten ist

Man-in-the-Middle-Angriffe können vor allem über folgende Wege erfolgen:

  • öffentliche oder ungesicherte WLAN-Netzwerke;

  • von Kriminellen eingerichtete Hotspots;

  • gefälschte Websites;

  • unsichere Apps;

  • nicht aktualisierte Geräte;

  • Kommunikation ohne angemessenen Schutz.

Ein Netzwerk mit der Bezeichnung „Free Wi-Fi“, „Airport Wi-Fi“ oder dem Namen eines Lokals mag legitim erscheinen, wurde jedoch möglicherweise eingerichtet, um die Daten der Nutzer abzufangen, die sich damit verbinden.

Anzeichen, die Ihre Aufmerksamkeit erfordern

Brechen Sie den Vorgang ab, wenn Sie Folgendes bemerken:

  • eine andere Webadresse als die übliche;

  • das Fehlen von „https“;

  • Warnmeldungen bezüglich des Sicherheitszertifikats;

  • wiederholte Aufforderungen zur Anmeldung;

  • plötzliche Abmeldungen;

  • ungewöhnlich aussehende Seiten;

  • Aufforderungen, bereits eingegebene Daten erneut einzugeben;

  • ungewöhnliches Verhalten der App oder der Website.

Das Schloss-Symbol und das Vorhandensein von „https“ sind hilfreiche Anhaltspunkte, sollten jedoch nicht die einzige Überprüfung sein. Überprüfen Sie immer auch die vollständige Domain.

Die goldenen Regeln der Sparkasse gegen Man-in-the-Middle-Angriffe

Vermeiden Sie sensible Transaktionen in öffentlichen Netzwerken: Greifen Sie nicht über offene oder unbekannte WLAN-Netze auf das Online-Banking zu und tätigen Sie keine Zahlungen.

Nutzen Sie das Mobilfunknetz: Bevorzugen Sie nach Möglichkeit die Datenverbindung Ihres Smartphones oder einen persönlichen Hotspot.

Überprüfen Sie immer die Adresse: Geben Sie die URL des Dienstes direkt ein und vermeiden Sie Links, die Sie per Nachricht erhalten haben.

Aktualisieren Sie Geräte und Anwendungen: Installieren Sie regelmäßig Updates für das Betriebssystem, den Browser und die Apps.

Aktivieren Sie die Multi-Faktor-Authentifizierung: Sie bietet eine zusätzliche Schutzebene für den Fall, dass Ihr Passwort gestohlen wird.

Geben Sie Codes und Zugangsdaten nicht weiter: PINs, Passwörter und OTPs müssen vertraulich bleiben.

Sollten Sie beim Zugriff auf das Online-Banking Unregelmäßigkeiten feststellen, beenden Sie die Sitzung sofort und kontaktieren Sie die Sparkasse über die offiziellen Kanäle.