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Die neue Dimension des Datendiebstahls: Quishing

Die Nutzung von QR-Codes ist im Alltag stark verbreitet. Sie ermöglichen schnellen Zugang zu Speisekarten, Bezahlvorgängen und Informationen. Gleichzeitig haben Kriminelle diese Entwicklung genutzt und eine neue Betrugsmasche entwickelt: das sogenannte Quishing (QR + Phishing). Dabei werden Nutzer über manipulierte QR-Codes auf betrügerische Websites weitergeleitet.

QR-Codes (Quick Response Codes) haben den Zugang zu Menüs, Zahlungen und Informationen erheblich vereinfacht. Leider ist ihre Bequemlichkeit auch zu einer Schwachstelle geworden, aus der sich eine neue Bedrohung entwickelt hat: Quishing (QR + Phishing).

Beim Quishing wird ein bösartiger QR-Code ersetzt oder platziert – entweder an öffentlichen Orten oder in scheinbar legitimen Mitteilungen –, um Nutzerinnen und Nutzer auf betrügerische Websites zu leiten oder sensible Daten abzugreifen.

Wie die Täuschung über QR-Codes funktioniert

Der Ablauf ist besonders tückisch, da keine manuelle Eingabe einer Internetadresse erforderlich ist:

  1. Der manipulierte Code: Kriminelle bringen Aufkleber mit einem schädlichen QR-Code über einem echten Code an (z. B. an Parkautomaten, Werbeflächen oder auf Schreiben).

  2. Die ahnungslose Nutzung: Nutzer scannen den Code in der Annahme, einen legitimen Dienst zu öffnen (z. B. Parkgebühr bezahlen oder Informationen abrufen).

  3. Die Weiterleitung: Der QR-Code führt auf eine gefälschte Website, etwa eine täuschend echte Zahlungs- oder Login-Seite.

  4. Der Datenmissbrauch: Geben Nutzer ihre Daten ein (z. B. Kreditkartendaten), gelangen diese direkt in die Hände der Betrüger.

Prävention: So scannen Sie sicher

Da die Zieladresse eines QR-Codes vor dem Scannen nicht sichtbar ist, kommt der Aufmerksamkeit eine zentrale Rolle zu:

  • Überprüfen Sie den QR-Code: Achten Sie darauf, ob ein Code überklebt oder sichtbar manipuliert wurde – dies ist oft ein Warnsignal.

  • Kontrollieren Sie die URL nach dem Scannen: Prüfen Sie vor der Eingabe von Daten die angezeigte Internetadresse genau. Sie muss klar dem offiziellen Anbieter zugeordnet werden können. Wirkt die URL ungewöhnlich, fehlerhaft oder verkürzt, schließen Sie die Seite sofort.

  • Keine Downloads zulassen: Wird nach dem Scannen der Download einer App oder Datei verlangt, brechen Sie den Vorgang ab.

Die Sparkasse empfiehlt höchste Vorsicht beim Einsatz von QR-Codes, insbesondere bei finanziellen Transaktionen. Vergewissern Sie sich stets der Echtheit des Dienstes, bevor Sie sensible Informationen eingeben.