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Wenn der Angriff auf Menschen abzielt: Social Engineering erkennen

Nicht alle Cyberangriffe beginnen mit einer Malware. Viele beginnen mit einer glaubwürdigen Geschichte, die darauf abzielt, Ihr Vertrauen zu gewinnen und Sie dazu zu bewegen, eine riskante Handlung auszuführen.

Social Engineering umfasst Manipulationstechniken, die eingesetzt werden, um an persönliche Daten, Zugangsdaten, Geld oder Zugriff auf Geräte zu gelangen.

Anstatt direkt in ein IT-System einzudringen, versucht der Kriminelle, die Person davon zu überzeugen, ihm die Tür zu öffnen.

Die Manipulation von Emotionen

Social Engineering funktioniert, weil es natürliche menschliche Reaktionen ausnutzt wie:

  • Angst;

  • Dringlichkeit;

  • Neugier;

  • Vertrauen;

  • Hilfsbereitschaft;

  • Furcht, eine Gelegenheit zu verpassen.

Eine Nachricht kann Sie auf ein Problem mit Ihrem Konto, eine blockierte Lieferung oder ein ablaufendes Passwort hinweisen. In anderen Fällen kann sie einen Gewinn, eine Rückerstattung oder ein besonders vorteilhaftes Angebot ankündigen.

Das Ziel ist immer dasselbe: Sie sollen handeln, bevor Sie Zeit haben, die Angaben zu überprüfen.

Achtung: So erkennen Sie verdächtige Netzwerke

Beim Phishing werden E-Mails, SMS, Chats oder Telefonanrufe genutzt, die scheinbar von vertrauenswürdigen Absendern wie Banken, Unternehmen, Kollegen oder Behörden stammen.

Die Nachricht kann Sie dazu auffordern:

  • auf einen Link zu klicken;

  • einen Anhang zu öffnen;

  • Ihre Zugangsdaten einzugeben;

  • einen OTP-Code mitzuteilen;

  • eine Zahlung zu tätigen;

  • ein Programm herunterzuladen;

  • Daten oder Bankverbindungen zu ändern.

Wenn Sie antworten oder den Anweisungen folgen, könnten Sie den Betrügern direkt die Informationen liefern, die sie benötigen, um auf Ihre Konten zuzugreifen.

Anzeichen, bei denen Sie vorsichtig sein sollten

Seien Sie besonders vorsichtig, wenn eine Nachricht:

  • unerwartet eintrifft;

  • einen drohenden oder dringlichen Ton hat;

  • Sie auffordert, sofort zu handeln;

  • grammatikalische Fehler oder ungewöhnliche Formulierungen enthält;

  • eine ungewöhnliche Absenderadresse aufweist;

  • verkürzte oder nicht erkennbare Links enthält;

  • nach Passwörtern, PINs oder Bestätigungscodes fragt;

  • Sie dazu auffordert, die üblichen Sicherheitsvorkehrungen zu ignorieren.

Auch eine korrekt verfasste und grafisch glaubwürdig gestaltete Nachricht kann betrügerisch sein. Mit den verfügbaren digitalen Tools wird es immer einfacher, den Stil einer Organisation nachzuahmen.

Die goldenen Regeln der Sparkasse gegen Social Engineering

Bleiben Sie ruhig: Dringlichkeit ist eine der Hauptwaffen von Betrügern. Halten Sie inne, bevor Sie antworten oder klicken.

Überprüfen Sie die Angaben über einen anderen Kanal: Kontaktieren Sie die betreffende Organisation, das Unternehmen oder die Person direkt über bereits bekannte offizielle Kontaktdaten.

Geben Sie keine Passwörter und Codes weiter: Kein Sparkasse-Mitarbeiter wird Sie jemals auffordern, vollständige Zugangsdaten, PINs oder OTPs per Telefon, E-Mail oder Nachrichten mitzuteilen.

Überprüfen Sie Links und Anhänge: Öffnen Sie keine unerwarteten Inhalte und überprüfen Sie stets die tatsächliche Adresse des Absenders und der Website.

Schützen Sie Ihre Konten: Verwenden Sie sichere und unterschiedliche Passwörter, einen Passwort-Manager und die Multi-Faktor-Authentifizierung.

Aktualisieren Sie Geräte und Anwendungen: Updates beheben Sicherheitslücken, die nach dem ersten betrügerischen Kontakt ausgenutzt werden könnten.

Digitale Sicherheit hängt nicht nur von technischen Hilfsmitteln ab. Das Erkennen von Manipulationen und das rechtzeitige Beenden des Kontakts können den gesamten Angriff verhindern.