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03 August 2023

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Sparkasse verabschiedet die vorläufigen Ergebnisse zum 30.06.2023. Zur Gruppenbilanz trägt auch das positive Ergebnis der Tochtergesellschaft CiviBank bei. Der Gewinn auf Gruppenebene beläuft sich auf 50,4 Millionen Euro.





Der Verwaltungsrat der Südtiroler Sparkasse hat heute unter dem Vorsitz von Gerhard Brandstätter die Ergebnisse auf Banken- und Gruppenebene zum 30. Juni 2023 genehmigt. Dieses Halbjahr widerspiegelt zum ersten Mal die gesamte Gruppe, die beide Banken, Sparkasse und CiviBank umfasst, wobei das Resultat keine außerordentlichen Bilanzposten beinhaltet, die im Vorjahr angefallen waren.

 

Vermögensübersicht der Gruppe:

  • Die direkten Kundeneinlagen steigen, abzüglich der sogenannten Rückkaufvereinbarungen („pronti contro termine“), von 11,24 auf 11,31 Milliarden (Mrd.) Euro (+0,6%), ein großer Vertrauensbeweis der Kunden gegenüber den Banken der Gruppe, trotz eines ausgeprägten Wettbewerbsumfeldes.
  • Die Beratungstätigkeit entwickelt sich aktiv, wobei sich die Nettozuflüsse neuer Kundenanlagen ins Vermittlungsgeschäft auf 98,6 Millionen (Mio.) Euro Die Volumina im Vermittlungsgeschäft betragen 3,1 Mrd. Euro. Aufgrund der positiven Neuzuflüsse und Entwicklungen der Finanzmärkte bedeutet dies ein Wachstum von 6,8% und bestätigt einen langfristig erfolgreichen Trend.
  • Die Summe der Ausleihungen an Kunden sinkt leicht von 10,27 auf 10,09 Mrd. Euro
    (-1,8%)
    , was auf die abnehmende Kreditnachfrage auf Systemebene in den letzten Monaten zurückzuführen ist.

 

Gewinn- und Verlustrechnung der Gruppe:

  • Der Zinsertrag steigt auf 154,0 Mio. Euro (+10,3%) gegenüber dem Vergleichswert („pro forma“) zum 30. Juni 2022 von 139,7 Mio. Euro. Die allgemeinen Zinserhöhungen haben auch zu höheren Erträgen bei den Zinskupons des Wertpapierportfolios geführt.
  • Die Netto-Provisionserträge belaufen sich auf 64,4 Mio. Euro und bleiben unverändert zum Vorjahreszeitraum.
  • Das Netto-Finanzergebnis beläuft sich auf 1,6 Mio. Euro und entspricht dem normalisierten Ergebnis des Vorjahres von 1,7 Mio. Euro.
  • Die Rückstellungen für Kreditrisiken betragen insgesamt 23,1 Mio. Euro und sind gegenüber den 45 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2022 deutlich zurückgegangen.
  • Die Betriebskosten erhöhen sich leicht auf 128,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum (+1,9 %). Im Detail belaufen sich die Personalkosten auf 72,0 Mio. Euro und die weiteren Verwaltungsspesen auf 54,4 Mio. Euro.
  • Die Nettorückstellungen auf Fonds für Risiken und Aufwendungen betragen 2,3 Mio.
  • Der Gewinn auf Gruppenebene beträgt 50,4 Mio. Der entsprechende Anteil des Mutterunternehmens Sparkasse beläuft sich auf 47,9 Mio. Euro.

 

Wichtigste Kennzahlen auf Gruppenebene

  • Die Kreditkennzahlen verbleiben auf exzellentem Niveau: Die Kennzahl NPL Ratio brutto beträgt 3,7% und die NPL-Ratio netto 1,9%. Der Deckungsgrad für Problemkredite beläuft sich auf 49,1%.
  • Verbesserte Eigenkapitalkennzahlen: Die harte Kernkapitalquote (CET1-Ratio) (phased in) beziffert sich auf 13,0% gegenüber den 12,6% zum 31.12.22, mit einem Kapitalüberschuss von über 400 Basispunkten gegenüber den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen (SREP-Limits).
  • Die betriebliche Effizienz der Gruppe verbessert sich: Die Cost Income Ratio verringert sich auf 55,2% von 56,9% zum 30.06.2022 (ausschließlich der einmaligen Posten).
  • Deutliche Zunahme der Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio) von 188% zum Jahresende 2022 auf 233% zum 30. Juni 2023.

 

Entwicklung der Vermögenswerte und wichtigste Daten der Gewinn- und Verlustrechnung der Individualbilanz der Sparkasse

  • Die direkten Kundeneinlagen wachsen, abzüglich der sogenannten Rückkaufvereinbarungen („pronti contro termine“), von 8,05 Mrd. Euro auf 8,16 Mrd. Euro; dies entspricht einem Plus von 1,3%: ein großer Vertrauensbeweis der Kunden gegenüber der Sparkasse.
  • Die Beratungstätigkeit entwickelt sich aktiv, wobei die Nettozuflüsse neuer Kundenanlagen ins Vermittlungsgeschäft 82,6 Mio. Euro Die Volumina im Vermittlungsgeschäft beziffern sich auf insgesamt 2,23 Mrd. Euro. Aufgrund der kräftigen Neuzuflüsse und der positiven Entwicklung der Finanzmärkte wachsen die Volumina im Vermittlungsgeschäft um 7,2%; der langfristige Trend ist weiterhin äußerst erfreulich.
  • Die Ausleihungen an Kunden bleiben praktisch unverändert und betragen 6,71 Mrd. Euro gegenüber den 6,75 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum (-0,5%), was die Fähigkeit der Sparkasse unterstreicht, die Wirtschaft in ihrem Einzugsgebiet zu unterstützen.
  • Positiv entwickeln sich die Erträge: Der Zinsertrag steigt auf 98,5 Mio. Euro gegenüber 93,4 Mio. Euro zum 30. Juni 2022 (+5,4%). Dazu haben die allgemeinen Zinserhöhungen sowie die gute Entwicklung der Erträge bei den Zinskupons des Wertpapierportfolios beigetragen. Die Netto-Provisionserträge belaufen sich auf 47,0 Mio. Euro und sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum um +3,1% Das Netto-Finanzergebnis beziffert sich auf 1,4 Mio. Euro.
  • Die Betriebskosten betragen 88,9 Mio. Euro Im Detail belaufen sich die Personalkosten auf 46,9 Mio. Euro und die weiteren Verwaltungsspesen auf 36,4 Mio. Euro. Die Nettowertberichtigungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beziffern sich auf 12,4 Mio. Euro.
  • Die Rückstellungen für Kreditrisiken betragen 5,9 Mio. Euro. Die geringe Höhe dieses Postens bezeugt und bestätigt die Richtigkeit des seit mehreren Jahren fortgesetzten Weges eines sorgfältigen und proaktiven Risikomanagements der Sparkasse.
  • Der Reingewinn beläuft sich auf 36,0 Mio. Euro. Der Reingewinn des Vorjahres war vom positiven “außerordentlichen” Ergebnis betreffend das Kreditrisiko bedingt, infolge der im Zeitraum erzielten erheblichen Werterholungen (+5,5 Mio. Euro).

 

Entwicklung der Vermögenswerte und wichtigste Daten der Gewinn- und Verlustrechnung der Individualbilanz der CiviBank

  • Die direkten Kundeneinlagen, abzüglich der sogenannten Rückkaufvereinbarungen („pronti contro termine“), wachsen von 3,27 Mrd. Euro auf 3,31 Mrd. Euro (+ 1,4%): ein großer Vertrauensbeweis der Kunden gegenüber der Bank.
  • Die Beratungstätigkeit entwickelt sich aktiv, wobei sich die Nettozuflüsse neuer Kundenanlagen ins Vermittlungsgeschäft auf 16,0 Mio. Euro Die Volumina im Vermittlungsgeschäft betragen 882 Mio. Euro. Aufgrund der kräftigen Neuzuflüsse und der positiven Entwicklung der Finanzmärkte wachsen die Volumina im Vermittlungsgeschäft um 5,7%; der langfristige Trend bleibt also weiterhin äußerst positiv.
  • Die Summe der Ausleihungen an Kunden sinkt leicht von 3,52 auf 3,37 Mrd. Euro
    (-4,2%);
    dies zeigt, dass die CiviBank die Wirtschaft in ihrem Territorium auch in einer Phase abnehmender Kreditnachfrage unterstützt.
  • Erträge: Der Zinsertrag steigt auf 49,0 Mio. Euro gegenüber 45,9 Mio. Euro zum 30. Juni 2022 (+6,7%). Dazu haben die allgemeinen Zinserhöhungen sowie die gute Entwicklung der Erträge bei den Zinskupons des Wertpapierportfolios beigetragen. Die Netto-Provisionserträge belaufen sich auf 17,4 Mio. Euro und sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen (-7,6%). Das Netto-Finanzergebnis beziffert sich auf 0,5 Mio. Euro.
  • Die Betriebskosten betragen 35,8 Mio. Euro Im Detail belaufen sich die Personalkosten auf 19,2 Mio. Euro und die weiteren Verwaltungsspesen auf 17,2 Mio. Euro. Die Nettowertberichtigungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beziffern sich auf 2,1 Mio. Euro.
  • Die Rückstellungen für Kreditrisiken betragen 16,6 Mio. Euro, infolge eines entschlossenen Risikomanagements, seit die Bank Teil der Gruppe Sparkasse geworden ist.
  • Der Reingewinn beläuft sich auf 8,4 Mio. Euro – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Verlust im Vorjahreszeitraum (-19,6 Mio. Euro). Der Halbjahresgewinn 2022 war, nach der von CiviBank vorgenommenen Anpassungen an die neue Kreditpolitik, von „außerordentlichen“ Auswirkungen bei einigen Bilanzposten beeinflusst.

 

Präsident Gerhard Brandstätter erklärt: „Das erste Halbjahr 2023 widerspiegelt die neue Dimension der Gruppe. Nach dem Erwerb der CiviBank, der 2022 erfolgt ist und sich auf die Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres mit verschiedenen außerordentlichen Posten ausgewirkt hat, können wir heuer von den positiven Ergebnissen der neuen Tochterbank profitieren. Diese trägt zum konsolidierten Ergebnis mit einem zusätzlichen Gewinn von 8,4 Mio. Euro bei. Im Allgemeinen setzt sich der positive Trend, der die Resultate der Sparkasse in den letzten Jahren kennzeichnete, fort und bestätigt sich in der Solidität, der geringen Risikoexposition und der guten Geschäftsentwicklung.“

Vize-Präsident Carlo Costa fügt hinzu: „Nach der Übernahme der CiviBank im letzten Jahr gehört die Sparkasse zu den führenden Akteuren in der Bankenszene im Nordosten Italiens und bekräftigt gleichzeitig ihre Rolle in der Unterstützung ihres historischen Territoriums in Südtirol.“

Der Beauftragte Verwalter und Generaldirektor Nicola Calabrò teilt abschließend mit: „Die wichtigsten Elemente dieser Halbjahresbilanz sind die Bestätigung der guten Ertragsfähigkeit und die Entwicklung der Beratungsaktivitäten. Trotz der Unsicherheit und Volatilität in der ersten Jahreshälfte zeugt die Zunahme der direkten und indirekten Einlagen von einem stets wachsenden Vertrauen der Kunden in die Sparkasse und in die Gruppe.“

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